Replatforming auf Shopware 6 für asambeauty
- Replatforming von Magento 2 auf Shopware 6
- Headless Frontend für emotionale Customer Journey
- Integrierte Systemlandschaft: PIM, CMS, DAM, ERP, Loyalty
- Vier Länder‑Shops, API‑first & skalierbar

Auftrag
asambeauty ist Hersteller von Kosmetik und Hautpflegeprodukten und vertreibt seine Produkte über mehrere Kanäle. Das Unternehmen legt dabei einen starken Fokus auf den eigenen D2C‑Onlineshop. Das bestehende Magento‑2‑System war den Wachstums‑ und Flexibilitätsanforderungen nicht mehr gewachsen. Ziel war ein Replatforming auf Shopware 6 inklusive einer Headless‑Architektur, um eine emotional geprägte Customer Journey, internationales Wachstum sowie eine enge Verzahnung von Commerce- und Content‑Funktionen zu ermöglichen. Neben dem Shop sollten zahlreiche bestehende Systeme eingebunden werden – darunter PIM, CMS, DAM, ERP, Recommendation und Loyalty. Zusätzlich waren Mehrsprachigkeit, automatisierte Übersetzungen und ein API‑first‑Ansatz wichtig, damit Web und App die gleichen Services nutzen können.
basecom übernahm die technische Umsetzung und hat das Team von asambeauty parallel durch Architektur‑ und Technologieberatung unterstützt. Dazu zählten die Ausarbeitung von Entscheidungsgrundlagen, die Evaluierung von Integrationspfaden und die Abstimmung mit vielen Stakeholdern auf Kundenseite sowie mit Technologiepartnern und Agenturen.
Herausforderung
Die Ausgangslage war geprägt durch eine umfangreiche Systemlandschaft und hohe Anforderungen an Leistung und Verfügbarkeit. asambeauty adressiert D2C‑Zielgruppen mit starkem Storytelling und emotionalen Markenerlebnissen. Diese Inhalte müssen in mehreren Sprachen effizient gepflegt und nahtlos mit Commerce‑Funktionen verknüpft werden können. Gleichzeitig variiert die Last im Shop stark (z. B. durch Influencer‑Kampagnen oder TV‑Werbung). Daraus ergaben sich hohe Ansprüche an Skalierbarkeit, Performance und Stabilität der Plattform.
Organisatorisch kam eine Vielzahl von Stakeholdern hinzu – von Produkt- über Content‑ und Marketing‑Teams bis zu externen Dienstleister*innen. Content, Produktdaten, Assets und Personalisierung stammen aus unterschiedlichen Quellen. Die Herausforderung lag daher in einem klaren Datenmodell, verlässlichen Integrationswegen und einem Frontend, das Emotionalität, Beratung (Guided Shopping) und effiziente Kaufprozesse miteinander verbindet.
Lösung
Replatforming auf Shopware 6
Die bestehende Commerce‑Plattform wurde auf Shopware 6 migriert. Die Entscheidung fiel zugunsten eines Setups, das schnelle Weiterentwicklung, modulare Erweiterbarkeit und die Nutzung von Sales‑Channels ermöglicht. So lassen sich Ländershops, Sortimente und Zahlungs‑/Versandprofile sauber trennen und steuern. Bestehende Shop‑Funktionalitäten wurden überprüft, wo möglich durch Standardfunktionen umgesetzt und durch eine Reihe von individuellen Erweiterungen ergänzt. Durch die API‑First-Architektur der Commerce-Plattform können Shop‑Frontend und App auf gemeinsame Services zugreifen. Die Plattform wurde als cloudbasierte PaaS-Lösung umgesetzt.
Headless Frontend mit Shopware Frontends
Für maximale Gestaltungsfreiheit und Performance wurde ein Headless Frontend auf Basis von Shopware Frontends implementiert. Damit können UI‑Elemente und Inhalte passgenau für eine emotionale, beratende Journey umgesetzt werden. Beispielsweise durch einzelne Steps für Pflegeroutinen, Sets & Bundles, Cross‑ und Upselling sowie umfangreiche Inhaltsstoff‑ und Anwendungsinfos. Der Headless‑Ansatz vereinfacht zudem die Anbindung externer Systeme (CMS, DAM, Recommendation) und ermöglicht schnelle Iterationen ohne tiefe Eingriffe in den Shopware-Core. Die Headless-Lösung für asambeauty ist eine der ersten Umsetzung mit Shopware Frontends in dieser Größenordnung.
Content‑ & Produktdatenarchitektur
Die Pflege von Produktdaten und Content ist auf verschiedene Systeme verteilt: Produkt‑ und Stammdaten im PIM (Akeneo), redaktionelle und SEO‑Inhalte im Headless‑CMS (Contentful), Medien im DAM. Dieses „Best‑of‑Breed“-Setup entlastet Fachbereiche, beschleunigt die Content‑Erstellung und sorgt für gute Datenqualität.
Akeneo (PIM)
Akeneo bildet die Quelle für strukturierte Produktinformationen – von SKU, EAN/GTIN und Varianten bis zu Sets/Bundles. Das Attributmodell wurde so aufgebaut, dass Filter, Facetten und Vergleichsfunktionen in Shopware abbildbar sind. Referenz‑Entitäten sorgen für konsistente Daten über alle Kanäle hinweg. Completeness‑ und Qualitätsregeln stellen sicher, dass Pflichtfelder gefüllt und Werte valide sind. Channel‑ und Locale‑Steuerung trennen Märkte und Sprachen.
Wirtschaftliche Daten wie Preis und Bestand verbleiben im ERP und werden im PIM nur referenziert. Akeneo verweist per Schlüssel auf Assets im DAM und übergibt differenzielle Updates an Shopware/Frontend über die Integrationsschicht.
Contentful (Headless‑CMS)
Contentful liefert die redaktionellen Bausteine der Journey. Dedizierte Content‑Typen (z. B. Kategorie‑Intro, Erlebniswelten und Routine‑Steps) sowie zusätzliche SEO-Felder (detaillierte Beschreibungen, Produkt-Vorteile) ermöglichen einen konsistenten Seitenaufbau. Inhalte sind lokalisiert, Übersetzungen werden über Crowdin angestoßen und per Status/Freigabe gesteuert. Inhaltsmodule referenzieren Produkt‑IDs aus Akeneo und greifen auf Medien aus Canto zu. Veröffentlichungen lösen via Webhooks Cache‑Invalidierungen und Previews/Updates im Headless‑Frontend aus, sodass Seiten schnell und aktuell bleiben. Für Produktdetailseiten ist klar geregelt, aus welchen Systemen Informationen zur Verfügung gestellt werden: Produktdaten kommen aus Akeneo, Story‑ und Beratungsinhalte aus Contentful, Medien aus Canto. Das Frontend setzt die Informationen nutzerzentriert zusammen – mit Fallback‑Logiken, sauberem Caching und hoher Performance.
Personalisierung & Recommendations
Für Recommendations und dynamische Produktvorschläge wurde Odoscope angebunden. So entstehen relevante Upselling‑Impulse entlang der Journey. Z. B. durch passende Ergänzungen im Warenkorb oder Alternativen auf Produktlisten. Die Services werden Headless angebunden und können in unterschiedlichen Frontend‑Kontexten wiederverwendet werden. Das Setup bleibt austauschbar, falls künftige Anforderungen andere Tools oder Logiken erfordern.
Internationalisierung & Übersetzungen
asambeauty betreibt mehrere Ländershops. Mehrsprachige Inhalte werden über einen automatisierten Übersetzungs‑Workflow mit Crowdin organisiert. Das reduziert manuellen Aufwand, beschleunigt die Time‑to‑Market und stellt konsistente Terminologie sicher. Die Shopware‑Sales‑Channels sowie länder‑ und kanalbezogene Konfigurationen (Sortimente, Zahlarten, Steuern, Loyaltypunkte) erlauben eine saubere Trennung je Markt – bei gemeinsamer Code‑ und Komponentenbasis.
Integration & Datenflüsse
Die Systemintegration erfolgte über die iPaaS integrator.io von Celigo und gezielte Direktanbindungen. So werden ERP‑, PIM‑, DAM‑, Recommendation‑ und Loyalty‑Daten zuverlässig zusammengeführt. Zentrales Ziel war ein robustes, entkoppeltes Datenmodell: wirtschaftliche Stammdaten aus dem ERP fließen ins PIM und werden dort mit Marketingattributen angereichert. Digitale Assets werden aus dem DAM ausgeliefert. Das Frontend konsumiert diese Quellen über APIs und stellt sie kontextgerecht bereit.
UX, UI & Guided Shopping
UX spielte von Beginn an eine zentrale Rolle. In intensiven Workshops und Refinements wurden Nutzerbedürfnisse, Informationshierarchien und Interaktionsmuster ausgearbeitet. Die UI‑Agentur Silberplus lieferte Layouts, basecom übernahm Sparring, technische Bewertung und Umsetzung im Headless‑Stack. Besondere Aufmerksamkeit galt der Balance aus Emotion und Effizienz: großformatige Bildwelten, klare Produktinformationen, Routinen, Sets und Trust‑Elemente (z. B. Loyalty) wurden so kombiniert, dass Orientierung und Conversion stimmen.
Zahlungen, Versand & Loyalty
Neben dem PSP wurden Versanddienstleister direkt angebunden, um Bestände, Lieferzeiten und Statusmeldungen synchron zu halten. Payback wurde shopseitig integriert – inklusive sicherer Kommunikation über ein von Payback bereitgestelltes VPN und durchgängiger Punkte‑Logik entlang der Customer Journey (Anzeige, Berechnung, Gutschrift). Ergänzend kamen Services wie Adressprüfung/-vervollständigung hinzu, um Checkout‑Reibung zu reduzieren.
Skalierung & Betrieb
Für Marketing‑ und TV‑Spitzen wurde die Infrastruktur gemeinsam mit Shopware und dem Hosting‑Partner so ausgelegt, dass Lastspitzen abgefangen werden können. Caching‑Strategien, asynchrone Prozesse und Monitoring sichern Stabilität und kurze Reaktionszeiten. Die entkoppelte Architektur erleichtert es, einzelne Komponenten unabhängig zu optimieren oder zu tauschen.
Zusammenarbeit & Consulting
Das Projekt war von intensiver, fortlaufender Beratung geprägt – von Architekturentscheidungen (ADRs) über Integrationspfade bis zu Datenverantwortlichkeiten. basecom arbeitete eng mit dem Kundenteam, einem internen Entwickler sowie externem Projektmanagement zusammen. Parallele Teams (u. a. für App‑Entwicklung und Infrastruktur) wurden über klare Schnittstellen und regelmäßige Abstimmungen eingebunden.
Fazit
Das Projekt verbindet Commerce, Content und Daten zu einer konsistenten Customer‑Experience – Headless, API‑first und international skalierbar. Die Kombination aus Shopware 6, einem performanten Headless‑Frontend und einer klar strukturierten Integrationsarchitektur ermöglicht schnelle Iterationen, flexible Inhalte und stabile Prozesse auch bei hoher Last.
Die enge, disziplinübergreifende Zusammenarbeit war aufgrund der Komplexität des Projekts anspruchsvoll. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Mehrere Ländershops wurden in kurzer Abfolge live geschaltet und das System ist dank entkoppelter Komponenten gut erweiterbar.
Einblicke



Der D2C-Shop von asambeauty wurde auf Basis von Shopware 6 umgesetzt.

Wir arbeiten nun seit über einem Jahr mit basecom zusammen und sind sowohl mit der Qualität der Leistungen als auch mit der Zusammenarbeit auf Augenhöhe sehr zufrieden. Das Team von basecom hat uns in der Umsetzung unseres Onlineshops mit seiner Expertise und den durchdachten Konzeptionen absolut überzeugt. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.
Alexander Pholers, Projektmanager Online, Pöppelmann GmbH & Co. KG Kunststoffwerk-Werkzeugbau
Unternehmensinfo
asambeauty ist ein in Deutschland ansässiger Hersteller von Kosmetikprodukten mit wachsendem Schwerpunkt auf Naturkosmetik. Das Unternehmen ist vielen Konsument*innen aus dem Teleshopping bekannt und vertreibt seine Produkte heute über mehrere Kanäle – insbesondere über den eigenen D2C‑Onlineshop sowie eine App.

Steffen Krüger, Vice President Sales
Wir freuen uns, Sie kennenzulernen.

Steffen Krüger, Vice President Sales








